2. September 2026, 11.00 Uhr - 3. September 2026, 16.00 Uhr
Breklum, Christian Jensen Kolleg, Kirchenstraße 13
Verantwortlicher Umgang mit Atommüll
Politische Vorhaben, Gesetzeslage, Beteiligung
Tagung

Akademie-Studienleitung: Maike Lauther-Pohl, Anke Fasse
Mit dem Christian Jensen Kolleg

Teilnahmegebühr: (inkl. Einzelzimmer und Verpflegung): 150 Euro oder 50 Euro, nach eigener Einschätzung

Gefördert durch Bundeszentrale für politische Bildung

Programm

Anmeldung erforderlich

Anmeldung bis 21.08.2026 an info@christianjensenkolleg.de

Adresse: Christian Jensen Kolleg
Kirchenstraße 13, 25821 Breklum

Im Herbst 2026 werden die neuen Bearbeitungsstände zur Atommüll-Endlagersuche von der Bundesgesellschaft für Endlagerung BGE veröffentlicht, die auch Schleswig-Holstein betreffen. Welche Regionen müssen sich darauf einstellen, mit der Thematik in Kontakt zu kommen? 
Das Atommüllproblem in Deutschland drängt. Es betrifft alle Menschen, aber vor allem die jüngeren Generationen müssen mit einer Altlast umgehen, zu deren Entstehung sie nichts beigetragen haben.
Die Tagung bietet Informationen über Stand, Entwicklung und Problematiken des gesetzlich geregelten Verfahrens der Bundesregierung zur Standortsuche für hochradioaktivem Atommüll. Sie fragt nach Aufgaben und Ansprüchen an einen verantwortungsvollen Umgang mit Atommüll, ausgerichtet an demokratischen und ethischen Fragestellungen. Sie schafft Raum für unterschiedliche Perspektiven und Diskussion. Sie bringt die Debatte in den gesellschaftlichen Diskurs ein und entfalten, welche Bedeutung das Thema für die Demokratie hat. Fachvorträge, Podiumsgespräche und Diskussion. Welche Psychodynamiken in der Bevölkerung sind relevant? Was wäre hier demokratietheoretisch sinnvoll? Wie wollen wir uns als Gesellschaft und Kirche positionieren, auch in der Nordkirche? Gibt es Aufgaben, die als ungelöst benannt werden müssen? Wie kann eine verbindliche und kontinuierliche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Transparenz aller Daten und Entscheidungen ermöglicht werden, und wie gelingt Generationenzusammenarbeit? 

Eingeladen sind interessierte Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker, Vertreterinnen und Vertreter von NGO´s, Engagierte innerhalb und außerhalb der Kirche sowie andere Verantwortungstragende in der Gesellschaft. Die Tagung lädt zur eigenen Positionierung ein und möchte in einer demokratischen Kultur einem Ohnmachtsgefühls mit Motivation zur Mitgestaltung begegnen.

Referentinnen und Referenten:
PD Dr. Hartwig von Schubert, Lehrbeauftragter Universität Hamburg, Systematische Theologie und Ethik
Jan-Michael Schürholz, Bundesgesellschaft für Endlagerung BGE
Rat der Jungen Generationen (angefragt)
Hans Hagedorn, Partizipationsbeauftragter des Nationalen Begleitgremiums
Reinhard Überhorst, ehemaliges MdB (SPD), Beratungsbüro für diskursive Projektarbeiten & Planungsstudien (angefragt)
Joschka Knuth, Staatssekretär im Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (angefragt)
Marc Timmer, MdL, SPD
Aktivist:innen und Vertreter:innen von NGO´s (angefragt)
Vertreter:in des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung BASE (angefragtI)
Stephan Patalong, Organisationsentwickler der Nordkirche als Tagungsbeobachter
u.a.


Veranstalter: Christian Jensen Kolleg und Evangelische Akademie der Nordkirche
Leitung: Anke Fasse, Maike Lauther-Pohl, Wolfgang Vogelmann
Programm

2.
September 2026
  • Begrüßung und Einführung
  • Informationen zum Stand der Atommüllendlagersuche, grundlegend und insbesondere Schleswig-Holstein - Jan-Michael Schürholz, Bundesgesellschaft für Endlagerung BGE
Mittagspause
  • „Sollte, müsste, könnte“ - Ethische Überlegungen zu einer gerechten und verantwortungsvollen Endlagersuche. PD Dr. Hartwig von Schubert, Systematische Theologie und Ethik, Universität Hamburg
  • "Nicht bei uns“ - Psychodynamische Dimensionen der Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle. Eine sozialwissenschaftliche Betrachtung. N.N.
  • „Wir und die Kommenden“ - Die Perspektive der jungen Generationen auf die Atommüllendlagersuche. Rat der Jungen Generationen (angefragt)
  • Moderierte Gesprächsgruppen
Abendessen
  • „Blick zurück nach vorn – 50 Jahre zukünftige Energie-Politik, und nun?" Reinhard Ueberhorst, ehemals MdB (SPD), wissenschaftlicher Berater (angefragt), im Gespräch mit Wolfgang Vogelmann, ehemaliger Dezernent für Mission, Ökumene, Diakonie der Nordkirche

3. September 2026

  • Einstieg: Anregungen, Vorschläge, Aufgaben
  • Im Blick auf Überlegungen vom Vortag - reichen die gesetzlich vorgesehenen Verfahrensgrundsätze für die Atommüllendlagersuche aus (partizipativ, wissenschaftsbasiert, transparent, selbsthinterfragend und lernend)? Gibt es weitere Aufgaben, die bisher übersehen oder verdrängt wurden? Was bedeutet dies für Schleswig-Holstein? Diskussionsrunden in verschiedener Besetzung: Rat der Jungen Generationen (angefragt), Hans Hagedorn, Partizipationsbeauftragter des Nationalen Begleitgremium, Joschka Knuth, Staatssekretär (angefragt), Marc Timmer, MdL, SPD, Aktivist:innen und Vertreter:innen von NGO´s (angefragt),Jan-Michael Schürholz, BGE, Vertreter:in des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung BASE (angefragt) u.a., Gäste aus dem Publikum
Mittagspause
  • Moderierte Gesprächsgruppen: „Unbequem“- Zwischen Ohnmachtsgefühlen und Verantwortlichkeit
  • Beobachtungen und Überlegungen zum Tagungsverlauf
  • Tagungsabschluss