Erinnerungskultur

Das Verstehen gegenwärtiger gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen und ihre Mitgestaltung setzt die Kenntnis und die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte voraus. Insbesondere Nationalsozialismus, Holocaust und Zweiter Weltkrieg, die SED-Diktatur und das Leben in der DDR und der BRD unter den Bedingungen des Kalten Krieges und schließlich die Zeit nach 1989 – all das hat im persönlichen wie im öffentlichen Leben prägende Auswirkung auf die Gegenwart.

Im Arbeitsbereich Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit geht es um Wahrnehmung und Deutung dieser Geschichte(n), Debatten über ihre Fortwirkung oder Bewältigung.

Pathetisch überhöhte Vergangenheit trifft auf heutiges Alltagszeichen
Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, dass ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen.
Theodor W. Adorno