6. Oktober 2026, 19.00 Uhr - 20.30 Uhr
Hamburg, Hauptkirche St. Katharinen, Katharinenkirchhof 1
Hoffnung auf Menschenwürde
Ausdruck von Rat- und Gedankenlosigkeit?
Vortrag und Gespräch

Akademie-Studienleitung: Prof. Dr. Henning Theißen
Mit der Hauptkirche St. Katharinen Hamburg

Teilnahmegebühr: Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung erbeten

Anmeldung

Adresse: Hauptkirche St. Katharinen
Katharinenkirchhof 1, 20457 Hamburg

Das Thema Menschenwürde hat in den aktuellen Demokratiegefährdungen neue Konjunktur bekommen, auch in den Kirchen, die sich konfessionsübergreifend und zum Teil interreligiös ausgerichtet positiv auf sie beziehen. Dabei fußt die kirchliche Gemeinschaft auf dem Glauben an Gott und ist nicht auf Merkmale menschlichen Daseins gegründet, sie soll vielmehr Menschen verschiedenster Herkunft umfassen können. Das Verhältnis der Kirchen zur Menschenwürde bedarf also neuer Bestimmung, die nicht nur von theoretischem Interesse ist.
Die Würde des Menschen ist allen aus Art. 1 GG  als grundlegender Maßstab der staatlichen Ordnung unseres Landes vertraut. Arthur Schopenhauer dagegen  nannte sie das „Schibboleth aller rat- und gedankenlosen Moralisten“. Für Theodor Heuss war die Menschenwürde eine „nicht interpretierbare These“, für andere ist der Begriff „zugleich allgegenwärtig und rätselhaft“.  Die Kirchen haben Art. 1  in der Nachkriegszeit zunächst ignoriert und später postuliert, die Menschenwürde konvergiere mit dem christlichen Menschenbild. Aber stimmt das? Dr. Christoph Meyns, ehemaliger Landesbischof der Ev.-Luth. Landeskirche in Braunschweig, spricht über die Bedeutung der Menschenwürde in evangelischer Perspektive und für die Bewältigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen.