1. September 2026, 18.00 Uhr - 20.30 Uhr
Hamburg, St. Nikolai, Museum des Mahnmals, Willy-Brandt-Straße 60
Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkriegs
Das Massaker von Palmnicken
Vortrag, Musik und Gespräch

Akademie-Studienleitung: Dr. Stephan Linck
Mit dem Mahnmal St. Nikolai und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg

Teilnahmegebühr: Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung erforderlich

Anmeldung über die Website des Mahnmals St. Nikolai

Adresse: St. Nikolai, Museum des Mahnmals
Willy-Brandt-Straße 60, 20457 Hamburg

18:00 Uhr: Andacht mit Hauptpastor und Propst Dr. Martin Vetter (im Museum des Mahnmals)

18:30 Uhr: Carillonkonzert, es spielt Werner Lamm. Das Carillonkonzert ist auf dem Platz des ehemaligen Kirchenschiffs zu hören.

19:00 Uhr: Das Massaker von Palmnicken. Vortrag und Diskussion (im Museum des Mahnmals)

An diesem Abend erinnern wir an das Endphaseverbrechen des Zweiten Weltkriegs. Margitta Sünwoldt ist Zeitzeugin und liest aus ihren Erinnerungen. Geboren 1935, lebte sie ab 1943 bei ihrer Großmutter in Palmnicken. Als Neunjährige beobachtete sie im Januar 1945 den Transport der Jüdinnen und Juden nach Palmnicken. Claudia Vollmer studierte in Hamburg Politikwissenschaft. Anschließend war sie 20 Jahre für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) tätig, vorwiegend in Ost- und Südosteuropa. Sie erfuhr 2008 von dem Massaker in Palmnicken und arbeitet seit 2021 an einer Dissertation zu diesem Thema.

Die Programmpunkte können unabhängig voneinander besucht werden.
©privat
Im Januar 1945 kam es an der Bernsteinküste in Ostpreußen zu einem bis heute kaum bekannten NS-Verbrechen: Mehrere Tausend jüdische Frauen und Männer, Häftlinge in Außenlagern des KZ Stutthof (bei Danzig), wurden auf Todesmärschen Richtung Ostsee getrieben. In Palmnicken, heute Jantarny in der russischen Exklave Kaliningrad und derzeit praktisch unzugänglich, kam es zu einem Massaker: Tausende der jüdischen Häftlinge wurden am Strand von Palmnicken von deutscher SS mit Hilfe von Hitlerjugend sowie Mittätern aus verschiedenen Ländern erschossen und erschlagen. Die genaue Zahl der Opfer ist nicht bekannt, überlebt haben das Massaker vermutlich nur 16 Personen.