9. November 2025, 11.00 Uhr - 13.00 Uhr
Hamburg, Katholische Akademie Hamburg, Herrengraben 4
Die Zukunft der Erinnerung
Der 9. November 1938 am Neuen Wall
Lesung und Gespräch

Akademie-Studienleitung: Dr. Jörg Herrmann, Dr. Stephan Linck
Mit der Katholischen Akademie Hamburg

Teilnahmegebühr: Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung erforderlich

Anmeldung https://www.kahh.de/programm/veranstaltungen/die-zukunft-der-erinnerung/

Adresse: Katholische Akademie Hamburg
Herrengraben 4, 20459 Hamburg

Bei den Novemberpogromen am 9. und 10. November 1938 wurden auch in Hamburg Synagogen zerstört, Geschäfte jüdischer Inhaber demoliert und ausgeplündert und über 800 jüdische Hamburger unter Vorwänden festgenommen. Der Neue Wall ist in diesem Zusammenhang ein besonders denkwürdiger Ort, weil hier zahlreiche jüdische Geschäftsleute enteignet wurden und vom Stadthaus aus die Polizei die systematische Verfolgung u.a. von Jüdinnen und Jude organisierte.
Das Gedenken an den 9. November 1938 nehmen wir zum Anlass, über die Zukunft der Erinnerung nachzudenken. Denn 80 Jahre später steht die Erinnerungs- und Gedenkkultur vor großen Herausforderungen.

Cord Aschenbrenner wird in Form einer Lesung aus seinem Buch „Der Raub. Enteignung und Vertreibung der jüdischen Geschäftsleute am Neuen Wall in Hamburg“ an die Ereignisse in der Hamburger Innenstadt erinnern. 

Im Anschluss diskutieren der Historiker Prof. Dr. Wolfgang Benz und die Laura Bail, Projektleiterin bei der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ über die Frage, wie die Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden auch in Zukunft als wichtiger Bestandteil kultureller Praxis in einer immer diverseren Gesellschaft lebendig bleiben kann.