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Veranstaltungen

14. Juni 2018, 19.00 Uhr
25926 Ladelund, KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte, Raiffeisenstraße 3

Christliche Frauen im Konzentrationslager 1939-1945

Vernissage der Ausstellung


Die Teilnahme ist kostenlos

Einladung zur Vernissage >

event Archiv des Deutschen Caritasverbandes, FA 138

Das Foto zeigt Gertrud Luckner 1969 in Jerusalem. Sie pflanzt einen Baum in der "Allee der Gerechten unter den Völkern". Seit dem 5. November 1943 bis zur Befreiung 1945 war sie im KZ Ravensbrück inhaftiert gewesen. Sie war Quäkerin und hatte sich für verfolgte Jüdinnen und Juden eingesetzt.

Die Ausstellung "Christliche Frauen im Konzentrationslager 1939-1945" zeichnet die Lebenswege von dreizehn Frauen nach, die sich aufgrund ihrer Geisteshaltung kritisch oder oppositionell gegenüber dem NS-Regime verhalten hatten und deshalb verhaftet worden waren. Zugleich wirft sie ein Schlaglicht auf die Vielfalt unterschiedlicher konfessioneller Kulturen in Europa – die Häftlinge stammten aus römisch-katholischen, griechisch- und russisch-orthodoxen sowie verschiedenen reformatorisch-protestantischen Milieus.

Während der erste Ausstellungsteil das religiöse Umfeld der Frauen in der Zeit vor ihrer Verhaftung in den Blick nimmt, widmet sich ein zweiter Ausstellungsteil den religiösen Praktiken im Lager. Auch die Rolle der evangelischen Kirche in der unweit des KZ gelegenen Stadt Fürstenberg während der NS-Zeit wird thematisiert.

Die Ausstellung wird bis zum 1. September 2018 im Dokumentenhaus der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund gezeigt.

Die Referentin Dr. Sabine Arend ist seit 2008 für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück tätig. Sie war Teil des Projektteams zur Erarbeitung der neuen Dauerausstellung "Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Geschichte und Erinnerung". Seit 2013 leitet sie die museologischen Dienste der Gedenkstätte. Neben biographischen Studien widmet sich ihr Forschungsschwerpunkt kultureller und religiöser Selbstbehauptung im Konzentrationslager Ravensbrück. Zusammen mit der Gedenkstättenleiterin Dr. Insa Eschebach hat sie die Ausstellung kuratiert.

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