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Veranstaltungen

4. Oktober 2015, 11.00 Uhr - 17.00 Uhr
Hamburg, Dorothee-Sölle-Haus, Königstraße 54

"Vorwärts – und nicht vergessen"

Opposition und Institution


Symposium in Kooperation mit dem Kirchenkreis Hamburg-Ost

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Anmeldung erbeten
Teilnahmebeitrag: 20 Euro, ermäßigt 10 Euro

Symposium mit:

• Dick Boer, Amsterdam: Die Große Erzählung vom Shalom als Idee und Ursprung der Kirche – die Insitution als Instrument der Bändigung und Konformisierung der Idee.

• Fulbert Steffensky und Käthe Stäcker: Was bedeuten Institutionen in einer Gesellschaft? Was heißt es, um die Institution und gleichermaßen in ihr zu streiten?

• Hannes Heer: Der Aufstand. Überlegungen zur Dialektik von Utopie und Institution, Aufklärung und Gewalt.

• Christian Gefert: Aufklärung und Institution Kirche – ein Widerspruch?

• Ulrich Hentschel: Auf einem schmalen Grat – Reflektionen eines linken Pastors über die Zumutungen von Freiheit und Kirche.

• Leitung: Theo Christiansen und Dr. Jörg Herrmann

All die großen und kleinen Kämpfe entzündeten sich u.a.
 an weltgeschichtlichen Entwicklungen (Vietnamkrieg, Kalter Krieg, Befreiungskämpfe in Afrika, Süd- und Mittelamerika). Die Protestierenden suchten dabei die Konfrontation mit imperialen Machtinteressen. Und sie konfrontierten sich und die Gesellschaft mit dem durch Auschwitz markierten Bruch in der deutschen und europäischen Geschichte.

Viele Christinnen und Christen fanden – unbenommen ihrer Nähe oder Distanz zum "real existierenden Sozialismus"
– produktive Anknüpfungspunkte an Freiheitstraditionen, marxistische Analysen und kommunistischen Utopien.

In alledem entdeckten und erarbeiteten sie neue Zugänge zur "Großen Erzählung" vom Shalom in der Bibel, stritten in und um Theologie und Kirche.

Doch was bedeutet es für die eigenen Überzeugungen, wenn befreiende Bewegungen zu Institutionen und Herrschaftssystemen werden? Wo und wie kann die selbstkritische Reflektion eigener Fehler und Niederlagen produktive Kraft entwickeln?

Mit Thesen und Fragen, Kritik und Selbstkritik, Streit und Respekt wollen wir uns um das Thema bemühen.

Anlass dieses Symposiums ist die Verabschiedung von Ulrich Hentschel nach 40jähriger Arbeit als Pastor. Einige seiner Zeitgenossen und Weggefährtinnen werden aus
 sehr unterschiedlichen Perspektiven die Debatten inspirieren.

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