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Veranstaltungen

19. November 2017, 11.00 Uhr
20146 Abaton-Kino, Hamburg, Allendeplatz 3

"Wir spülen und spülen, die Scheiße kommt dennoch hoch."

Günter Grass (2002-2012). Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Der Skandal als vorlauter Bote"


In Kooperation mit dem Abaton-Kino, der Körber Stiftung, dem Institut für die Geschichte der Deutschen Juden, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, dem GEW-Landesverband Hamburg und der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft.

Anmeldung nicht erforderlich

Teilnahmebeitrag: 10 €, ermäßigt 8,50 €

> Flyer

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Günter Grass initiierte 2002 mit seiner Novelle "Im Krebsgang" zeitgleich mit Jörg Friedrichs Buch "Der Brand" den Umschwung der öffentlichen Wahrnehmung der Deutschen als Volk der Opfer. 2006 bekannte der Vorzeige-Demokrat, im Krieg Angehöriger der im Nürnberger Prozess zur "verbrecherischen Organisation" erklärten Waffen-SS gewesen zu sein und offenbarte damit ohne jede Reue eine 60-jährige Lebenslüge. Schließlich entwarf er 2008 mit der Erfindung von 6 Millionen "liquidierter" deutscher Kriegsgefangener und 2012 mit der Behauptung, Israel bereite mit seinen geplanten Angriffen auf die iranischen Atomanlagen einen "neuen Holocaust" vor, eine Gegenrechnung zur deutschen Schuld. Für Grass waren die Deutschen jetzt mit den ehemaligen Gegnern quitt. Sanktionen ob dieser Tabubrüche des Nobelpreisträgers blieben aus.

Die im Januar begonnene Reihe endet mit dieser Matinee.

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